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Wie läuft ein Schulwebsite-Projekt ab? Der Ablauf in 6 Schritten

Schulwebsite in 6 Schritten

Viele Schulen möchten Ihre Schulhomepage modernisieren, wissen aber nicht genau, wie ein Website-Projekt organisatorisch abläuft und welche Aufgaben auf sie zukommen. Diese Unsicherheit führt oft dazu, dass solche Projekte verschoben werden. Völlig unnötig.

Darum gibt es hier einen klaren Überblick, wie ein Schulwebsite-Projekt bei mir generell abläuft. Immer mit dem Ziel, der Schule möglichst viel Arbeit abzunehmen.

Dieser Beitrag ist Teil meines Schulwebsite-Ratgebers, in dem ich alle wichtigen Anforderungen für moderne Bildungseinrichtungen zusammenfasse.

1. Domain & Hosting bereitstellen

Bevor die Umsetzung beginnen kann, braucht es

  • eine Domain (z. B. schulname.de) und
  • ein Hostingpaket (Server, auf dem die Website gehalten wird).

Das ist der einzige technische Punkt, den die Schule selbst anfassen muss (falls noch nicht vorhanden) und selbst der ist recht schnell erledigt.

Wobei der Webdesigner unterstützt:

  • Prüfung, ob das bestehende Hosting geeignet ist
  • Empfehlung eines zuverlässigen, DSGVO-konformen Hostings
  • Unterstützung bei Bestellung oder Anbieterwechsel
  • Einrichtung von SSL, Sicherheit, Backups
  • Hilfe beim AV-Vertrag mit dem Hosting

Was die Schule tun muss:

  • Zugangsdaten bereitlegen oder neues Hosting bestellen (mit Hilfe des Webdesigners)

Mehr ist es meistens nicht. Schulen, die das vorher als „Riesenprojekt“ eingeschätzt haben, sind meistens überrascht, wie einfach dieser Schritt ist.

Tipp: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass die Schulleitungen manchmal denken, dass für die Hosting-Bestellung eine Kreditkarte benötigt wird. Das stimmt so nicht. Die Hostinganbieter haben als Kunden auch öffentliche Stellen und bieten dementsprechend auch Rechnungszahlungen an. Im Zweifel einfach bei der Hosting-Firma anrufen und nachfragen.

2. Logo, Farben und Schriften zusammenstellen (oder gemeinsam definieren)

Damit die Seite optisch erkennbar bleibt, reichen wenige Elemente:

  • Logo
  • Farben
  • Schriften (falls vorhanden)

Wobei der Webdesigner unterstützt:

  • Verbesserung oder Bereinigung des Logos (falls nötig)
  • Auswahl moderner, gut lesbarer Schriften
  • Vorschläge für barrierearme Farben wegen ausreichender Kontraste
  • Klare Empfehlung, was online wirklich funktioniert (Spoiler: verschnörkelte Schriften sind es nicht)

Manche Schulen haben kein richtiges Branding oder Corporate Design. Das ist völlig normal und aus meiner Sicht auch nicht immer notwendig. Der Webdesigner stellt passende Vorschläge zusammen, die gut aussehen und im Schulalltag wunderbar funktionieren.

3. Materialien bereitstellen: Texte, Bilder, PDFs

Die meisten Schulen glauben, sie müssten perfekte Texte erstellen. Das ist nicht unbedingt nötig. Wichtig ist eher, dass die Texte für alle verständlich sind.

Was braucht der Webdesigner:

  • bestehende Texte (auch unstrukturiert)
  • Bilder aus dem Schulalltag
  • Dokumente / Formulare
  • Infos aus Sekretariat & Schulleitung
  • ggf. Presseartikel oder Schulprofil

Wobei der Webdesigner unterstützt:

  • verständliche Überarbeitung
  • Kürzen, ordnen, vereinfachen – falls gewünscht
  • Umformulieren für gute Lesbarkeit
  • barrierearme Darstellung (Kontrast, Alternativtexte, Überschriftenlogik)

Erfahrungsgemäß wollen die Schulen die Texte doch selbst formulieren. Mein Tipp in diesem Zusammenhang: Da wo es möglich ist, sollten die Texte kurz und in einfacher Sprache geschrieben sein.

4. Überblick über die gewünschten Bereiche geben

Ein vollständiger Strukturplan ist nicht immer nötig. Damit das Projekt zielgerichtet verläuft, hilft es, wenn die Schule grob sagt:

  • Welche Inhalte müssen unbedingt rein?
  • Was muss wirklich unbedingt auf die Startseite?
  • Welche Bereiche sollen Eltern, Schüler*innen und Lehrkräfte schnell finden?
  • Gibt es spezielle Anforderungen wie Sprachen, Schulprofil, AGs?

Das ist keine große Strukturplanung, sondern einfach Orientierung.

Wobei der Webdesigner unterstützt:

  • sinnvolle Seitenhierarchie
  • klare Navigation mit wenigen Menüpunkten
  • intuitive Benutzerführung

Das Ziel ist, den gesamten Aufbau so zu gestalten, dass die Seite verständlich und pflegeleicht bleibt.

5. Andere Webseiten anschauen & Wünsche notieren

Inspiration sammeln auf 2-3 Webseiten.

Damit die neue Homepage wirklich zur Schule passt, reichen wenige kurze Notizen aus:

  • Was gefällt an anderen Schulwebseiten?
  • Was wirkt unübersichtlich?
  • Was sollte unbedingt vermieden werden?
  • Welche Elemente wären hilfreich (z. B. Kalender, Startseitenmodule, Fotos, Ansprechpersonen)?

Wobei der Webdesigner unterstützt:

  • Interpretation der Wünsche
  • Umsetzung in ein modernes, ruhiges Layout
  • Vermeidung unnötiger Spielereien, die die Pflege erschweren

Dieser Schritt verhindert später Überraschungen und unnötigen Mehraufwand bei der Pflege.

6. Eine Ansprechperson bestimmen

Dieser Punkt ist entscheidend für Tempo und Klarheit. Die Webseite wird nicht besser, wenn sie durch 20 Hände geht. Im Gegenteil: Projekte werden dadurch zäh.

Ein Website-Projekt wird schnell chaotisch und zieht sich unnötig lange, wenn:

  • zu viele Personen entscheiden
  • Abstimmungen lange dauern
  • Änderungen in der Abstimmung kurz vor Projektende
  • Themen zwischen AGs, Schulleitung und Kollegium hin und her geschoben werden.

Was ideal funktioniert:

  • Eine Ansprechperson + eventuell eine Vertretung
  • Klare Kommunikationswege
  • Klare Deadlines für Feedback und Korrekturschleifen

Warum das wichtig ist:

  • schnellere Entscheidungen
  • weniger Nachfragen
  • geringere Kosten
  • kürzerer Projektzeitraum

Was danach passiert

Ihr Teil ist erledigt und jetzt ist der Webdesigner dran.

Die wichtigsten Schritte:

  • technische Einrichtung
  • Cookie-Banner falls nötig
  • Datenschutzseite & Impressum
  • Startseitenaufbau
  • Seitenerstellung
  • Inhalte optimieren & einpflegen
  • barrierearme Umsetzung
  • Ladezeitoptimierung
  • grundlegende Struktur für die Suchmaschinen
  • finale Abstimmung
  • Veröffentlichung
  • Einführung für die neuen Redakteure/Admins

Warum dieser Ablauf für Schulen funktioniert

Schulen sind keine Unternehmen. Sie brauchen eine Webseite, die:

  • klar
  • ruhig
  • gut pflegbar
  • barrierearm
  • und inhaltlich sauber strukturiert ist.

Die Erstellung einer Schulwebseite wirkt oft kompliziert, ist es aber nicht. Wenn die Schule die Grundbausteine liefert (Domain, Inhalte, Ansprechpartner), läuft der Rest strukturiert und planbar ab. Und das Ergebnis ist eine Homepage, die Eltern, Schüler*innen und Lehrkräften wirklich hilft.

Der Prozess ist so aufgeteilt, dass die Schule nur die Schritte übernimmt, die wirklich notwendig sind. Den Rest übernimmt der Webdesigner.

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