WordPress Backup kostenlos: die besten Plugins im Überblick

Paket auf dem Tisch

Kurz zusammengefasst, falls du schnell das wichtigste lesen willst:

  • Empfehlung: Für die meisten Nutzer ist UpdraftPlus das beste kostenlose WordPress Backup Plugin.
  • Alternative: Wer mehr Kontrolle möchte, nutzt BackWPup. Für Website-Umzüge ist Duplicator ideal.
  • Nicht vergessen: Ein Backup ist wertlos, wenn man die Wiederherstellung nie getestet hat.
  • Praxis-Tipp: Stelle automatische Backups ein. Je häufiger du deine Seite veränderst, um so öfter sollte ein Backup erstellt werden.

Eine wahre Geschichte zuerst: Eine Kundin wollte an einem Freitag Vormittag (lies: kurz vorm Wochenende…) schnell etwas an ihrem Theme ändern. Nach langem Suchen und Herumprobieren hat sie genervt auf „Alles zurücksetzen“ geklickt mit der Hoffnung, dass die gemachten Änderungen rückgängig gemacht werden. Nun: was sie erreicht hat, war das komplette Zurücksetzen von allen Theme-Einstellungen für die gesamte Website.

Sie meldete sich sofort bei mir, hat die Lage geschildert – und nur weil sie Sicherungskopie der Website regelmäßig und automatisch gemacht hatte, konnte ich die Seite innerhalb von ein paar Minuten wiederherstellen. Das Wochenende war gerettet.

Wie man sieht, es müssen keine Hacker, keine vermasselten Plugin-Updates oder sonst was sein, damit die Website nicht läuft. Natürlich auch für solche Fälle sollte man Backups immer griffbereit haben.

Kostenlose Backup Plugins

Die gute Nachricht: Man muss dafür kein Geld ausgeben. Mehrere Plugins erledigen Backups zuverlässig auch in ihrer kostenlosen Variante. Sie sorgen nicht nur dafür, dass eine Kopie der Seite existiert, sondern auch dafür, dass man sie im Notfall schnell zurückspielen kann.

Die Liste der empfehlenswerten Backup-Plugins, die ich unten zusammengestellt habe, basiert auf meinen Erfahrungen. Jedes Plugin davon habe ich benutzt und kann sie alle empfehlen.

Was ein gutes Backup-Plugin leisten sollte

Damit ein Backup im Ernstfall wirklich hilft, sollte das Plugin bestimmte Grundfunktionen haben:

  • Automatische Sicherungen, damit man nicht selbst daran denken muss.
  • Einfache Wiederherstellung, am besten mit wenigen Klicks.
  • Externe Speicherung, z. B. bei Google Drive oder Dropbox – ein Backup nur auf dem gleichen Server ist nutzlos, wenn der Server komplett ausfällt.
  • Komplette Backups: Datenbank, Themes, Plugins und Uploads sollten gesichert sein, nicht nur ein Teil davon.

UpdraftPlus – der unkomplizierte Allrounder

Kaum ein anderes Backup-Plugin ist so verbreitet wie UpdraftPlus. Mit Millionen aktiven Installationen ist es der Standard, und das aus gutem Grund: Die kostenlose Version deckt fast alles ab, was man für einen sicheren Betrieb braucht.

Besonders praktisch:

  • Cloud-Anbindung: Backups direkt in Google Drive, Dropbox oder OneDrive speichern.
  • Ein-Klick-Wiederherstellung: Alte Versionen lassen sich ohne Umwege zurückspielen.
  • Zeitpläne: Automatische Sicherungen laufen zuverlässig im Hintergrund.

Natürlich stößt man irgendwann an Grenzen. Inkrementelle Backups (platzsparend) oder Migrationsfunktionen sind der Pro-Version vorbehalten. Für Blogs, kleinere Unternehmensseiten oder einfache Shops ist die kostenlose Version aber vollkommen ausreichend.

Etwas nervig ist, dass recht häufig im Backend die Aufforderung gezeigt wird, auf kostenpflichtige Version umzusteigen, aber viele (mich eingeschlossen) nehmen das gerne in Kauf für die Möglichkeit, das Tool kostenlos zu nutzen.

https://de.wordpress.org/plugins/updraftplus/

BackWPup – viel Kontrolle, aber etwas komplexer

BackWPup stammt aus Deutschland und ist vor allem für Nutzer interessant, die mehr Einfluss auf ihre Backups haben möchten. Man kann sehr detailliert einstellen, was wie gesichert wird und wohin die Daten gehen.

Stärken des Plugins:

  • Flexibel einstellbar: von kompletten Sicherungen bis zu Datenbank-Optimierungen.
  • Viele Speicherziele: neben Cloud-Anbietern auch FTP-Server oder klassische Backups auf dem Webspace.
  • Deutsche Dokumentation und Oberfläche, was Einsteigern entgegenkommt.

Die Kehrseite: Die Bedienung ist weniger intuitiv, und eine Wiederherstellung erfordert in der kostenlosen Variante ein paar zusätzliche Handgriffe. Wer aber etwas technisches Verständnis mitbringt, bekommt mit BackWPup ein starkes Werkzeug, das auch in der Free-Version viel kann.

https://de.wordpress.org/plugins/backwpup/

Duplicator – perfekt für Backups und Umzüge

Duplicator ist vielen bekannt, weil man damit ganze WordPress-Seiten umziehen kann. Etwa von einem Testsystem auf den Live-Server oder zu einem neuen Hoster. Aber auch für Backups ist das Plugin gut geeignet.

Vorteile:

  • Website-Klon in einem Paket: Alle Dateien und die Datenbank landen in einer handlichen Installationsdatei.
  • Migration inklusive: Mit demselben Plugin lässt sich die Seite verschieben oder klonen.
  • Kostenlos für kleinere Seiten gut nutzbar.

Allerdings hat Duplicator in der Free-Version Schwierigkeiten mit sehr großen Seiten, und die Einrichtung erfordert etwas mehr technisches Verständnis als bei UpdraftPlus. Für alle, die ohnehin einen Umzug planen oder gerne eine Kopie der kompletten Seite parat haben, ist es aber eine exzellente Wahl.

Meine Erfahrung: Dieses Plugin leistet hervorragende Dienste, gerade beim Umzug von WordPress-Webseiten.

https://de.wordpress.org/plugins/duplicator/

WP Staging – ein cleveres Extra

Streng genommen ist WP Staging kein klassisches Backup-Plugin, sondern ein Staging-Tool. Es klont die Website in eine Art Testumgebung, in der man gefahrlos Updates oder Änderungen ausprobieren kann.

Das ist zwar kein Ersatz für ein echtes Backup, bietet aber einen zusätzlichen Sicherheitsgewinn: Wenn auf der Testkopie alles funktioniert, ist die Chance groß, dass auch die Live-Seite problemlos weiterläuft. Als Ergänzung zu einem Backup-Plugin lohnt sich WP Staging auf jeden Fall.

https://de.wordpress.org/plugins/wp-staging/

Das sind natürlich nicht alle verfügbaren Plugins. Verwendet habe ich bislang auch noch All-in-One WP Migration and Backup Plugin, finde aber, dass man mit UpdraftPlus in sehr vielen Fällen super bedient ist.

Backup von WordPress-Website erstellen mit UpdraftPlus

Mit allen gennanten Plugins ist es echt eine super leichte Aufgabe. So macht man es mit Updraft Plus – die Einrichtung ist einfach und dauert nur wenige Minuten:

  1. Plugin installieren: Im WordPress-Dashboard unter Plugins > Installieren nach „UpdraftPlus“ suchen und aktivieren.
  2. Einstellungen öffnen: Unter Einstellungen > UpdraftPlus Backups findest du alle Optionen.
  3. Cloud-Speicher verbinden: Zum Beispiel Google Drive auswählen und die Verbindung herstellen. Das musst du nicht machen – du kannst auch einfach dein Backup auf deinem Webserver lagern – nicht empfehlenswert, deshalb: zumindest herunterladen und auf dem eigenen Rechner speichern.
  4. Automatische Sicherungen einstellen: Wählen, ob täglich, wöchentlich oder monatlich gesichert werden soll.
  5. Backup starten: Mit einem Klick kannst du sofort ein erstes Backup anlegen.
  6. Wiederherstellung testen: Einmal durchspielen, ob sich die Sicherung tatsächlich zurückspielen lässt.

Wie oft ist ein Backup sinnvoll?

Die richtige Häufigkeit hängt stark davon ab, wie aktiv eine Website genutzt wird:

  • Selten aktualisierte Blogs: Wöchentlich reicht aus.
  • Klassische Unternehmensseiten: Kommt auch auf darauf an, wie oft Änderungen eingepflegt werden. Lieber täglich, um auf Nummer sicher zu gehen.
  • Onepager, sehr selten aktualisiert: Einmal im Monat reicht.
  • Onlineshops: Am besten täglich oder sogar mehrmals am Tag, abhängig vom Bestellvolumen.

Eine Faustregel: Vor jedem Update und vor größeren Änderungen sollte man manuell ein Backup anstoßen. Sicher ist sicher.

Ein Backup ist kein Nice-to-have. Es ist Pflicht. Wer keine Sicherungskopien macht, handelt unverantwortlich. Zumal man es mit den richtigen Plugins sowohl kostenlos als auch super bequem (sprich: automatisch) erledigen kann.

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