Webdesign für Handwerker

Falls du Handwerker bist und dir überlegst, ob und warum du als Handwerker Website erstellen lassen solltest und wie sie dir helfen kann, lies weiter.

Viele Handwerker wissen mittlerweile selbst, dass eine starke Online-Präsenz ihrem Betrieb grundsätzlich nur helfen kann. Wieso haben dann noch nicht alle eine Internetseite? Denn vieles spricht eindeutig für eine Website für Handwerker, wie du gleich sehen wirst. 

Dieser Artikel beleuchtet die Gründe, warum aus meiner Sicht eine Website für Handwerker unverzichtbar ist. Und damit das Thema nicht nur einseitig behandelt wird, schauen wir uns auch an, welche Nachteile oder Probleme eine Webseite eventuell mit sich bringen kann.

Ohne Website kein Unternehmen

Warum ist eine Webseite für Handwerksbetriebe entscheidend? Der wohl wichtigste, allgemeine Grund dafür ist meines Erachtens die Tatsache, dass heute eigentlich jedes Unternehmen eine digitale Präsenz haben muss. Punkt.

Wieso?

Potenzielle Kunden wollen immer eine Internetseite sehen, sei es nur, um zu bestätigen oder prüfen, ob es den Betrieb überhaupt noch gibt, von dem sie gehört haben. Zugespitzt formuliert: wer nicht online ist, den gibt’s nicht. 

Das sage ich auch aus eigener Erfahrung. Hier ein Beispiel dazu:

Wenn ich aus meinem Bekanntenkreis von einem guten Handwerker höre, der beispielsweise Türen verkauft und einbaut – weil ich eben nach einer neuen Eingangstür fürs Haus suche – will ich als erstes nach seiner Website googeln, um mehr zu erfahren. Finde ich nichts, kommen Zweifel auf, ob es das Geschäft noch überhaupt gibt.

Findet man auch nichts über die Firma  in den lokalen Suchergebnissen, werden die Zweifel noch größer.

Folge? Man sucht doch vielleicht lieber nach einem anderen Anbieter, sprich: nach deiner Konkurrenz – die selbstverständlich eine schöne Internetseite hat. Denn: eine ordentliche Internetseite bildet Vertrauen, keine Website – Misstrauen.

Moment mal… – werden da vermutlich einige sagen – Wieso rufst du einfach nicht an und sprichst mit ihm?

Klar, kann man machen – viele tun es aber nicht. Denn die Welt hat sich verändert, sprich: die jüngere Generation der Kunden telefoniert nicht so gerne (einfach mal nach “Angst vorm Telefonieren” googeln). Und wie diese Tatsache deine Handwerker-Webseite noch betrifft, erfährst du weiter unten.

Meine Kunden sind aber nicht im Internet

Bei Gelegenheit muss ich auch gleich mit einem Missverständnis aufräumen: Manche Handwerker glauben, dass ihre potenziellen Kunden sich nicht im Internet bewegen und dort nicht (oder extrem selten) nach Dienstleistern bzw. Produkten suchen. Deshalb sei eine Internetseite reine Geld- und Zeitverschwendung. 

Das ist falsch. Es wird immer mehr im Internet gekauft und recherchiert. Wer als Unternehmer auf diesen Marketingkanal freiwillig verzichtet, überlässt seiner Konkurrenz all die potenziellen Kunden, die sich online umschauen und nach unterschiedlichsten Lösungen suchen.

Schau dir dazu die statistischen Daten über die Internetnutzung in Deutschland über die letzten Jahrzehnte an. Man sieht deutlich, dass immer mehr Leute das Internet nutzen. Im Jahr 2023 lag der Anteil der Internetnutzer in Deutschland bei 94%.

So hoch war der Anteil der Internetnutzer in Deutschland im Jahr 2023.

Website für Handwerker – Die Vorteile

Den ersten Vorteil einer Website für Handwerker habe ich bereits erwähnt: die Webseite beweist gewissermaßen, dass die Firma existiert. Klingt vielleicht komisch, ist aber wichtig.

Jetzt folgt eine Zusammenfassung der weiteren Vorteile:

Das kann eine Website für Handwerker leisten

1. Sichtbarkeit erhöhen

In einer Zeit, in der die meisten Kunden ihre Dienstleister online suchen, ist eine professionelle Webseite der Schlüssel zur Sichtbarkeit. Potenzielle Kunden können so deinen Handwerksbetrieb leicht finden und kontaktieren.

2. Vertrauensbildung unterstützen

Die Website dient als digitale Visitenkarte. Ein ansprechendes Webdesign vermittelt nicht nur Professionalität, sondern trägt auch zur Vertrauensbildung bei, indem es potenziellen Kunden zeigt, dass dein Betrieb modern ist und mit der Zeit geht.

3. Kundenakquise erleichtern

Auf der Internetseite kannst du abgeschlossene Projekte und Qualifikationen zeigen und damit deine handwerklichen Fähigkeiten beweisen. Das ermöglicht dir, aktiv neue Kunden zu gewinnen. Die Webseite fungiert dabei als effektives Marketinginstrument. Sie ist also quasi ein Vertriebsmitarbeiter (der wirklich nicht viel kostet – über die Zeit gesehen), der dem potenziellen Kunden im voraus vieles zeigen und erklären kann.

4. Verfügbarkeit rund um die Uhr

Dein unermüdlicher Vertriebsmitarbeiter (also die Website) ist rund um die Uhr für potenzielle Kunden zugänglich. Das bedeutet, dass sie jederzeit Informationen über deine Dienstleistungen erhalten können, unabhängig von den üblichen Geschäftszeiten.

Allerdings: Eine nullachtfünfzehn Homepage bringt dir nicht allzu viel. Sie hat zwar auch gewisse Vorteile, weil sie doch ein paar Infos zum Unternehmen liefert. Aber du kannst noch mehr von ihr profitieren, wenn sie kundenorientiert gemacht ist.

Und jetzt konkret:

So erreichst du, dass deine Handwerker-Website für dich arbeitet

1. Ein Online-Portfolio erstellen

Ein umfassendes Online-Portfolio hilft den Kunden zu beurteilen, ob du der richtige für sie bist. Du kannst darin deine handwerklichen Fähigkeiten und erfolgreich abgeschlossenen Projekte präsentieren. Bilder, Videos und detaillierte Beschreibungen helfen dabei, die Stärken deines Betriebs zu demonstrieren.

2. Unterschiedliche Kontaktmöglichkeiten angeben

Mache es deinen potenziellen Kunden einfach, dich zu kontaktieren. Klare Angaben zu den Kontaktdaten wie Telefon und E-Mail sowie ein Anfrageformular erleichtern die Kommunikation. Unterschiedliche Wege anbieten – das ist wichtig. Denn was früher gut funktionierte, wie der direkte telefonische Kontakt, ist heute nicht unbedingt die erste Wahl, besonders bei jüngeren Kunden. Sie bevorzugen Textnachrichten und telefonieren nicht so gerne. Ich habe es schon mal weiter oben erwähnt.

3. Kundenstimmen zeigen

Nichts hilft so sehr einem potenziellen Kunden, sich für deinen Betrieb zu entscheiden, wie positive Rückmeldungen zufriedener Kunden. Nach jedem Projekt solltest du die Kunden um eine Rückmeldung bitten, um diese Referenzen auch auf deiner Website für das Marketing zu verwenden.

4. Mobile Optimierung

Jede moderne Handwerker Website muss für Mobilgeräte optimiert sein und häufig ist sie es schon, wenn sie vor relativ kurzer Zeit erstellt wurde. Ist deine nicht, solltest du das schleunigst ändern. Denn die Kunden haben mittlerweile ihre kleinen PCs immer bei sich in der Tasche und sollten auf den kleinen Bildschirmen deine Website problemlos lesen können.

5. Häufig gestellte Fragen beantworten

Du kannst auf deiner Website die häufig gestellten Kundenfragen einmal beantworten und ersparst dir und deinen Mitarbeitern, immer wieder die gleichen Antworten geben zu müssen – per Mail oder am Telefon. Das bedeutet reine Zeit- und Kostenersparnis.

6. Lokales Marketing

Dieser Punkt betrifft nicht direkt die Internetseite, ist aber damit verbunden.

Du musst einen Eintrag in Google My Business (Dein Unternehmensprofil) haben und ihn optimieren (Dienstleistungen hinzufügen, beschreiben, Fotos reinstellen). Dadurch wirst du speziell für lokale Suchanfragen gut auffindbar sein und maximierst deine Reichweite in der regionalen Handwerksbranche.

Das in Verbindung mit gesammelten Bewertungen (Kundenstimmen) hilft dir, mehr Kunden zu gewinnen. Aus dem Profil kannst du auch auf deine Website verlinken – vorausgesetzt, du hast eine.

Google Lokale Suchergebnisse
Lokale Suchergebnisse bei Google

Die sechs Punkte sind nur eine Auswahl an wirkungsvollen Möglichkeiten, die wirklich leicht umzusetzen sind.

Mit einer Website kannst du außerdem auch

  • auf Sonderangebote und Veranstaltungen hinweisen,
  • wertvolle fachliche Informationen präsentieren, die deinen potenziellen Kunden helfen, aber auch
  • Stellenangebote veröffentlichen und auf sie bei Facebook oder anderen Plattformen verlinken.

Handwerker Website – Die Nachteile

Grundsätzlich hat eine gut gemachte, moderne Webseite für Handwerker eher Vorteile. In welchen Fällen kann also die Website als Nachteil oder Problem gesehen werden?

Hier meine Überlegungen dazu:

1. Eine Website bedeutet extra Arbeit

Erstellen der Website ist noch das geringste Problem, denn es ist eine einmalige Sache, die überschaubar ist und vom Webdesigner erledigt wird.

Sollte die Website sich jedoch dauerhaft positiv auf dein Geschäft auswirken, ist immer wieder etwas Arbeit notwendig. Und die musst du entweder selbst machen, jemanden im Betrieb dazu verdonnern oder einen externen Dienstleister finden, der die Wartung übernimmt und bei Bedarf neue Inhalte einpflegt (zum Beispiel das Portfolio ergänzen, neue Kundenstimmen reinstellen, eine neue Landing Page erstellen).

Diese extra Arbeit kann durchaus auch ein Grund dafür sein, wieso die Handwerker keine Website haben. Vollkommen verständlich, wenn man viel um die Ohren hat! Da will man sich nicht noch eine Aufgabe aufbrummen, wenn das Geschäft eigentlich läuft.

Sollte das der Grund sein, dann sprich mit dem Webdesigner deines Vertrauens, wie man die Seite so gestaltet, dass sie möglichst wenig Aufwand erfordert (vielleicht wäre die Lösung eine Website, die aus einer Seite besteht?). Frag ihn auch, welche Aufgaben er eventuell übernehmen könnte.

2. Misstrauen durch veraltete Inhalte

Eine veraltete Webseite bildet kein Vertrauen und kann kontraproduktiv sein. Wenn das Layout der Seite nicht an Smartphone angepasst ist oder die Website so aussieht, als wäre sie noch aus den 90ern des letzten Jahrhunderts… dann vielleicht doch lieber keine haben. Denn auf mobilen Geräten ist sie meistens unlesbar. Und was unlesbar oder schwierig zu bedienen ist, wird nicht angeschaut. Nicht von den Leuten und auch von Google nur sehr ungern.

Kein Vertrauen bildet auch eine Website, die inhaltlich seit langem nicht aktualisiert wurde: Das letzte Projekt im Portfolio kommt aus dem Jahr 2018 und im Blog ist seit 2017 ein einzelner Beitrag zu finden mit der “stark kundenorientierten” Überschrift: Herzlich willkommen auf unserer neuen Internetseite.

3. Extra Kosten

Es stimmt: Du musst entweder Zeit und/oder Geld investieren, um deine Internetseite erfolgreich zu betreiben. Und diese zusätzliche Belastung wird als Problem angesehen, wenn dir der Nutzen einer Website nicht klar ist. Sobald du erkennst, dass die Website deinem Unternehmen wirklich hilft, wirst du keine Bedenken mehr haben.

Denn: Bei einem Fahrzeug oder Werkzeug würdest du die Kosten nicht hinterfragen. Warum? Weil dir der Nutzen sofort klar ist. Die Website dagegen arbeitet für dich im Hintergrund, deshalb sind ihre Vorteile vielleicht nicht sofort klar zu erkennen.

Also: Zwei der genannten Nachteile betreffen eigentlich nicht die Website an sich, sondern andere Aspekte im Zusammenhang mit der Webseite: Zeitmangel und zusätzliche finanzielle Belastung.

Punkt Nr. 2, also eine veraltete Website, kann tatsächlich Nachteile mit sich bringen. Deshalb predige ich immer, dass man die Website pflegen und aktualisieren muss. Also nicht einmal die Website erstellen lassen und sie vergessen wie ein Papierflyer, sondern immer wieder danach schauen.

Dann arbeitet sie für dein Unternehmen und ist keine Bremse mehr.

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